Traudl

Schmaderer

Sopran

Mein künstlerischer Werdegang

Hineingeboren in eine musikbegeisterte Familie wurde jedem von uns sieben Geschwistern das Spielen von mindestens zwei Instrumenten ermöglicht. Diesem glücklichen Umstand verdanke ich es, bereits im frühen Kindesalter Blockflöte, später Klavier und im Gymnasialalter Geige erlernt zu haben.

Das Musizieren im Familienkreis, das Singen in verschiedenen Chören, das Begleiten auf dem Klavier wurde mir selbstverständlich. Als die Wahl des Instrumentes für den Leistungskurs Musik anstand, konnte ich mich nur schwer zwischen Gesang und Klavier entscheiden, doch der gute Unterricht Prof. Spitzenbergers, Musikhochschule München, ließ das Pendel zugunsten des Klaviers ausschlagen.

An der Musikhochschule München studierte ich das Doppelfach Musik für das Lehramt an Gymnasien – eigentlich nur, weil mir die breitgefächerte künstlerische Ausbildung so gut gefiel. Orchester- und Chorleitung, Klavier, Gesang, Geige und ein exzellenter Kammerchor: all das bereitete unglaublich viel Spaß! An die Schule dachte ich da weniger …

Gerne hätte ich ein Gesangsstudium an das 1. Staatsexamen angeschlossen, fand aber zunächst nicht den richtigen Gesangslehrer. So führte ich die professionelle Ausbildung meiner Stimme erst nach dem 2. Staatsexamen fort, und entwickelte Technik, Umfang und Volumen meiner Stimme anhand entscheidender Hinweise und Hilfen durch Nurit Herzog-Gorén in Kassel und durch verschiedene Korrepetitoren. Deren pianistische Hilfen benötige ich allerdings nur selten, da ich mir meine Partien meistens selbst am Klavier aneigne.

In der Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Dirigenten und Musikern konnte ich meine künstlerische Persönlichkeit weiterentwickeln und singe heute Monteverdi so gerne wie Verdi, große Orchesterwerke so gerne wie das Kunstlied.

Letzterem gehört meine große Liebe. Nicht zuletzt deshalb bin ich Initiatorin und seit 2016 – gemeinsam mit dem Pianisten Michael Kravtchin – künstlerische Leiterin des Liedfestivals Kassel.