Lied

Foto: Dominik Ketz

Über Jahrhunderte hinweg faszinierte Komponist*innen die Verbindung von Lyrik und Musik – und schenkten uns als Musiker*innen damit die Möglichkeit, wunderbare Lieder zu interpretieren!

Unser Ziel ist es, die Zuhörenden mit hineinzunehmen in diese Welt der Poesie, in eine Klangwelt voll Licht und Schatten, die wir mit Stimme und Flügel zum Ausdruck bringen. Wir wollen mit unseren Interpretationen berühren.

Die durchwegs positive Resonanz unseres Publikums über viele Jahre hinweg lässt uns bei der Planung unserer Liederabende auch neue Wege gehen, in der Auswahl der Komponist*innen wie auch in der Zusammenarbeit mit anderen Musikern und Schauspielern.

Unser Interesse gilt neben den großen Liedkomponisten wie Schubert, Schumann, Brahms, Wolf und Strauss auch nicht so oft gehörten Komponisten und vor allem Komponistinnen, wie z.B. Viktor Ullmann, Pauline Viardot-Garcia, Luise Greger, Martha von Sabinin oder Henriette Bosmans, um nur einige zu nennen.

Begegnungen mit einem Romantiker

Eduard Mörike

Der unerschöpflich scheinende Fundus an Gedichten von Eduard Mörike ist belebt von Geistern, Nixen und Hexen, erfüllt von brennender Liebe, ironischem Witz und der Melancholie des Abschieds. Die Sopranistin Traudl Schmaderer, die Pianistin Vera Weht und die Schauspielerin Sabine Wackernagel gehen dem Werk und dem Leben des Dichters musikalisch-literarisch nach.

Einführung und Programm (PDF-Download)

Kritik:“Kammermusik von Frauen“ im Kirchl in Obertsrot

23.Juni 2020 / von Christine Gehringer ( „Pamina“, Klassik online im Südwesten)

Das großartige Liedduo Traudl Schmaderer (Sopran) und Vera Weht (Klavier): […] eine zart bewegte Figur im Klavier – und sofort gleitet die Singstimme mit klarer Höhe und einer präzisen Linienführung hinein in die Musik. Solch ein sensibler Liedanfang ist für den Beginn eines Konzerts durchaus nicht unproblematisch. Doch hier zeigen die beiden Künstlerinnen bereits, was für den Rest des Abends zu erwarten ist: Eine exzellente Klangkultur und einen unmittelbaren Ausdruck. […]

Traudl Schmaderer stehen sämtliche Ausdrucksmittel zur Verfügung. Die schlichten Töne singt sie knabenhaft schlank, doch in den dramatischen Passagen gibt sie den Tönen die nötige Kraft, ohne dabei unangenehm scharf zu werden. Ganz allmählich baut sie Spannung auf, und immer wieder stellt sie einzelne Töne heraus, hebt sie mit besonderen Farbakzenten und behutsamen Phrasenschlüssen hervor. Insbesondere gilt das für Clara Schumanns „Ich stand in dunklen Träumen“ (wirklich ein einziger, ununterbrochener Spannungsbogen!) und vor allem begeistert die Sängerin durch ihre Klangqualität in der Höhe: schimmernd und fokussiert sind die Töne, nichts fällt hier aus dem Klangbild heraus, auch nicht im äußersten Pianissimo.

Kritik: „Ein Abend für Eduard Mörike“ in der Musikakademie Louis Spohr Kassel beim Liedfestival Kassel 2017

8.5.2017 / Georg Pepl (HNA)

Die bekannten Kasseler Künstlerinnen Traudl Schmaderer (Sopran), Vera Weht (Klavier) und Sabine Wackernagel (Rezitation) präsentierten ein fein gewebtes wie meisterlich dargebotenes Programm zu Mörikes Leben und Werk. Rhetorisch gekonnt zwischen erzählenden Passagen und Zitaten wechselnd, teilte Wackernagel viel Wissenswertes über seinen Werdegang mit […] Wohltönend, warm und leuchtend der Sopran von Traudl Schmaderer, die nuancenreich ein weites Spektrum von Innigkeit über Dramatik bis zu Ironie erklingen ließ. Eindrucksvoll auch das sensible, differenzierte, im besten Sinne poetisches Klavierspiel von Vera Weht.